Microsoft hält an China fest

15 Januar 2010 von Toni Karsten Kommentieren »

Anders als Google strebt Microsoft nicht an, der Volksrepublik China den Rücken zu kehren. In einem Interview berichtet CEO Steve Ballmer darüber, dass Microsoft die Regeln und Gesetze des Landes akzeptiert und weiterhin Geschäfte im Land treiben wird. Aufgrund der Google-Affäre steht China derzeit im Mittelpunkt der Medien und hat mächtig an Sympathiepunkten in der Welt verloren.

Ballmer verkündet weiterhin, dass er die Geschehnisse um die Angriffe auf Google und die inneren Konflikte im Land getrennt betrachtet und keinen Zusammenhang darin sieht. Microsoft hält somit an der im Jahr 2006 aufgestellten Meinung fest, das Engagement in China zu fördern. Allerdings müssen in anderen Bereichen Lösungen gefunden werden, so Ballmer. Er verweist damit besonders auf das Urheberrecht.

Menschenrechtsorganisationen beginnen schon jetzt damit, Microsoft für diesen Schritt moralisch zu verurteilen. Ähnlich wie bei Google wünschen diese sich auch Rückzüge anderer Großunternehmen. Durch das ständige Wirtschaftswachstum in China trifft Microsoft jedoch auf fruchtbaren Boden und einen großen Absatzmarkt, welches einen Rückzug trotz moralischer Fragen gänzlich ausschließen sollte.

Werbung

Hinterlasse eine Antwort